Wie Amy zum Working Portuguese Waterdog wurde!

 

Schon immer fand ich die Wasserarbeit für die Portis super, jedoch gab es in Deutschland bisher nicht die Möglichkeit und auch das Wetter ist nicht unbedingt so, dass man es wirklich lange trainieren kann. Daher habe ich meine Amy (Go and WinBe on C) bisher immer mit Apportiertraining auch im Wasser, Obedience und mit Ausritten mental und körperlich fit gehalten. Amy wurde im May diesen Jahres fünf.

Aufgrund der Arbeit meines Mannes hat es uns dieses Frühjahr zeitweise nach Texas verschlagen und durch Facebook bin ich auf die "North Texas Trainingsgroup for Portuguese Waterdogs" aufmerksam geworden. Diese hat einen eigenen kleinen Trainingsabschnitt am Lake Lewisville, mit zwei Booten und allem was man sonst zur Wasserarbeit braucht. Amy Phelan ist die "Chefin"und "Trainerin" und kümmert sich um alles was die Gruppe angeht und war ganz begeistert als ich Kontakt zu ihr aufnahm und fragte ob wir mitmachen dürfen.

Amy und ich wurden super in der Gruppe aufgenommen und bekamen ganz tolle Tipps. Beim Training kommt immer jedes Hunde/Handler-Team der Reihe nach dran, da jeder immer jemanden zum Rudern, jemanden zweiten für das zweite Boot, und manchmal noch jemanden um die Floating Line auszulegen oder einen Dummy zu werfen.Manchmal auch um einen "Arbeitsverweigerer" zurück ins Wasser zu bringen.  Das gemeinsamme Training macht wirklich sehr viel Spaß und man lernt viel von den anderen und auch die Hunde lernen durch das zuschauen.

Amy war immer nicht so begeistert, wenn es um apportieren aus dem Wasser ging, sie brauchte  immer einige Zeit, besonders wenn es nicht eben ins Wasser ging, bis sie zu schwimmen anfing. Daher war ich mir nicht so sicher, was sie davon halten wird. Ich weiß nicht woran es lag, aber ohne große Schwierigkeiten konnte ich Amy davon überzeugen das Wasserarbeit wirklich Spass machen kann. Es liegt den Portis bestimmt auch noch in den Genen. Ein Teil des ersten Levels ist der 2 Minuten"Handler/Dog-Swim" , vielleicht fand sie es einfach super, dass ich endlich auch mit ins Wasser bin. Relativ schnell sprang sie auch vom Boot zum Apportieren.

Zum tauchen nach einem Gegenstand haben wir uns den Wiffle Ball ausgesucht. Mit viel Käse und Clickertraining zuhause beim Üben, fand Amy den Ball ganz schnell so super, dass sie nach kurzer Zeit auch danach getaucht ist. Bei dieser Übung muss der Hundekopf einschlieslich der Ohren unter Wasser sein.

Das Apportieren vom Boot, von Land sowohl der Floating Line als auch des Dummys war für Amy sehr schnell ohne Schwierigkeiten zu machen. Unser größtes Problem war die Boje, an der ein sinkendes Tau befestigt war. Der Hund muss aus dem schwimmen heraus nach diesem Tau tauchen, damit er die Boje apportieren kann. Trotz viel Clicker und Trockentraining hat es lange gedauert, bis Amy nicht mehr nur den Ball beim schwimmen vor sich hergekickt hat, sondern wirklich danach getaucht ist. Jetzt kickt sie nur noch ein paar mal und sieht dann ein, dass das Tau  nicht nach oben kommt und taucht dann.

Unsere nächste Schwierigkeit war der"Boat to Boat Retrieve". Man sitzt mit dem Hund auf der Plattform des 1. Bootes, ein zweites Boot kommt und nur der Hund steigt auf die Plattform des zweiten Bootes, das sich dann wieder Entfernt, dann wirft man den Dummy ca.auf die mittlere Höhe zwischen die Boote. Der Hund muss dann vom Boot springen, den Dummy apportieren und ihn zum Handler auf das 1.Boot bringen. Viele Hunde springen bei dieser Aufgabe zu früh vom anderen Boot, um zurück zu seinem Handler zu kommen, nicht Amy, sie saß auf dem anderen Boot und konnte sich nicht dazu durchringen vom Boot zu springen, ohne dass ich neben ihr saß, sie jaulte, tanzte, bellte..... Mit vielen guten Tipps der anderen und vielen Trockenübungen zuhause (Amy auf die Couch oder einen Stuhl und ich auf einen anderen Stuhl auf eine bestimmte Entfernung Dummy geworfen,Amy apportieren lassen) hat sie auch das geschafft, genug Selbstvertrauen bekommen und gelernt dass man auch alleine von einem Boot springen kann ohne dass Frauchen nebendran sitzt.

Das ist das tolle an der Wasserhundearbeit, sie ist sehr vielseitig und spricht Kondition,Vertrauen, Teamarbeit, Gehorsam aber auch das selbstständig Arbeiten und Kopfarbeit an. Und man kann vieles auch außerhalb des Wassers trainieren.

Im Juni haben wir mit dem Training begonnen und im Oktober fand unser erster Water Trial statt.

 

Ich habe hier die einzelnen Level, die man der Reihe nach absolvieren muss (nur der Junior Water Dog ist nicht Pflicht) aus den Richtlinien kopiert. Die komplettenRichtlinien findet man unter

 

http://www.pwdca.org/water-work

 

JuniorWater Dog (JWD)-Retrieve Dummy from Shore - Board Boat and Ridewith Handler -Call Dog from Shore to Boat  -TimedSwim with Handler 2 minutes

ApprenticeWater Dog (AWD)-Underwater Retrieve -Retrieve Dummy from Shore-Dummy Carry, Boat Ride and Recall Boat ride-Retrieve Floating Linefrom Shore -Time Swim with Handler 2 minutes

WorkingWater Dog (WWD)-Gear Bag Retrieve- Retrieve Dummy from Boat-Retrieve Overboard Articles -Retrieve Dummy between Two Boats -BlindRetrieve of Floating Line from Boat

CourierWater Dog (CWD)-Courier Pouch Exchange -Blind Retrieve OfFloating Line: Boat to Shore -Directed Double Retrieve From Boat-Retrieve Fishing Net 3 minutes -Buoy Ball Placement

CourierWater Dog Excellent (CWDX)-Dog and handler will qualify two moretimes at the Courier Water Dog level.

VersatilityAward-See Versatility Award for a list of the VersatilityExercises and Packages

 

 

Hat man einen Level bestanden, kann man am gleichen Tag noch den nächsten Level absolvieren. Als das Große Event anstand und Amy und ich mit dem Apprentice Waterdog begannen lief alles super, das Wetter war auch richtig schön.  Nur leider hat Amy, den Dummy fallenlassen, als sie nach dem apportieren aus dem Wasser kam, ist über die 3-Foot-Line getreten hat sich umgedreht und dann den Dummy wieder aufgehoben und mir gebracht, leider ist das nicht erlaubt. So haben wir am nächsten Tag nochmal antreten dürfen. Deutlich Nervöser wie am Vortag und mit deutlich schlechteren Wetter sterteten wir erneut. Der Wind ging recht heftig und die Article wurden sehr schnell abgetrieben. Aber Amy hat mich mal wieder überrascht. Sie arbeitete konzentrierter und härter wie ich sie je erlebt habe. Man hatte das Gefühl die schwierigeren Vorraussetzung haben sie nochmal mehr angespornt. Wir bekamen auch ein extra Lob für die gute Teamwork. Und so bestand Amy erfolgreich den Apprentice-Level und im Anschluss sogar den Working-Level. Ich bin noch immer richtig stolz auf meine Amy.

 

So ist unser nächstes Ziel für den kommenden heißen Sommer in Texas der Courier Water Dog Level!