Gesundheit des Portugiesischen Wasserhundes

Durch die sehr kleine Zuchtbasis von nur ca. 50 registrierten Hunden Anfang der 70er Jahre kam es leider auch zu einer Reihe genetischer Probleme, über die jeder der sich für diese Hunderasse interresiert bescheid wissen muss!

 

1. PRA (Progressive Retina Atrophie)

Die PRA ist eine Erkrankung der Retina (Netzhaut)  des Auges, bei der der Augenhintergrund und der Sehnerv durch mangelnde Durchblutung degeneriert (atrophiert), was zunächst zu Nachtblindheit und später zu einer vollständingen Erblindung des Hundes führt.  

 

2. GM-1- Gangliosidose (Storage Disease)

Bei GM-1 handelt es sich um eine durch Enzymmangel im Gehirn hervorgerufenene lysosomale Speicherkrankheit, wodurch Nervenzellen geschädigt und zerstört werden. Diese Erkrankung führt zu massiven neurologischen Ausfallserscheinungen, die im 6. - 7. Lebensmonat  zum Tod der zwergwüchsigen Welpen führen, weil sie nicht mehr normal fressen können. Eine Therapie ist nicht möglich!

 

3. JDCM (Juvenile Dilatative Cardiomyopathie)

Bei JDCM-betroffenenen Welpen kommt es zwischen der 2. und 27. Lebenswoche zum plötzlichen Herztod. Auch hier ist eine Behandlung oder Heilung nicht möglich.  

 

4. Improper Coat (IC)

Diese Hunde sind nicht krank, sie bekommen nur kein langes Haar wie ein normaler PWD.  

 

Wichtig!

Bei allen erwähnten Gendefekten handelt es sich um eine autosomal-rezessive Vererbung, das heißt für das Auftreten dieser Erkrankungen müssen beide Elterntiere Träger sein. Wir haben heute die Möglichkeit, diese Träger mittels Gen-Tests zu identifizieren, was Züchtern die Möglichkeit gibt, auch diese in der Zucht einsezten zu können - natürlich nur mit einem erbgesunden Partner. So wird das klinische Auftreten dieser Erkrankungen mit Sicherheit ausgeschlossen.  

 

von der Tierärztin Silke Hirtz-Schmitt